Archiv: Seniorengerechtes Wohnen Standotrfrage

Stand der Beteiligung am 10.01.2021 = 120 Rückmeldungen

Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

Der demografische Wandel geht auch an Seehof nicht vorbei. In der Gemeinde sind mehr als ein Drittel aller Haushalte von Bürgerinnen und Bürgern jenseits des 65 Lebensjahres bewohnt. Viele Hochbetagte, jenseits des 80. Lebensjahres, leben gerne in den Ortsteilen Seehof und Hundorf und wollen die Gemeinde nicht verlassen.

Darum hat die Gemeindevertretung beschlossen, ein Bauprojekt für seniorengerechte Wohnungen in unserer Gemeinde anzustoßen. Gemeint sind ebenerdige Mietwohnungen, die besonders auf die Bedürfnisse älterer, hochbetagter, Menschen ausgerichtet sind.

Zudem hat die Gemeindevertretung am 5. November 2020 beschlossen:

Auf dem bebaubaren Teil des Grundstücks vom alten Gemeindehaus in der Seestraße soll eine Arztpraxis in Verbindung mit einer Begegnungsstätte von Alt und Jung gebaut werden. Dabei ist die mögliche Einbeziehung der vorhandenen Bausubstanz des alten Gemeindehauses zu berücksichtigen und bei der Planung ein besonderes Augenmerk auf die entstehenden Mehrkosten durch die Erhaltung und Einbeziehung dieser alten Bausubstanz zu werfen.

Nun stellt sich die Frage für die Gemeindevertretung, wo soll nun das seniorengerechte Wohnprojekt entstehen? Welcher Standort ist der Richtige?

Es kommen grundsätzlich zwei Standorte in Seehof in Frage:

  1. die Fläche hinter dem alten Gemeindehaus in der Seestr. oder
  2. die Fläche hinter dem neuen Kindergarten in Richtung Zeltplatz am Birkenweg.

Für beide Standort gibt es ein Für und Wider. Der jetzige Bolzplatz für unsere Jüngsten soll keinesfalls aufgegeben werden; er könnte z. B. auch auf der noch freien Fläche hinter dem Kindergarten wiederentstehen. Die Gemeindevertretung bittet Ihre Einwohnerinnen und Einwohner, sich an dieser Standortfrage zu beteiligen.

Was meinen Sie – wo sollte sich ein Wohnprojekt für Senioren in unsere Gemeinde entwickeln?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung und nutzen Sie dazu das Kontaktformular oder die öffentliche Kommentarfunktion auf dieser Seite. (Einsendeschluss verlängert bis 15. Januar 2021 um 12:00 Uhr)

ANMERKUNG: In den meisten Fällen haben Einwohner/innen bei Ihren Rückmeldungen begründende und persönliche Kommentare hinzugefügt. Solche Kommentare sind in den Formularen jedoch nicht öffentlich. Die wenigen nachstehenden Kommentare bilden somit nur ein sehr kleines Meinungsspektrum ab. Mitte Januar werden alle Ergebnisse inkl. inhaltlicher Argumente und Altersstruktur der Teilnehmer veröffentlicht.

Ihr Bürgermeister,

Claus Wergin

(Stand am 10.01.2021 = 120 Rückmeldungen)

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14 Antworten auf „Archiv: Seniorengerechtes Wohnen Standotrfrage“

Die Idee, ein seniorengerechtes Mietwohnen in Nachbarschaft der Kindertagesstätte anzubieten, finde ich sehr schön. Somit besteht die Möglichkeit/ Chance, dass Jung und Alt zusammen immer mal wieder Zeit verbringen könnten. Kita und Senioren können davon sehr profitieren. Meine beiden mittlerweile erwachsenen Kinder waren in einem Kindergarten, in dem auch ein Seniorenheim unter einem Dach zusammen waren. Es wurden Feste zusammen gefeiert und Veranstaltungen (welcher Art auch immer) waren integriert. Dieses haben meine Kinder und wir Eltern immer als Bereicherung empfunden. Vielleicht wäre ein gemeinsames Konzept zur Nachbarschaftspflege unter Einbeziehung der Kita wichtig.

Wenn ein Kindergarten geschaffen wird um neue, junge Familien in der Gemeinde zu gewinnen .. warum dann gleichzeitig noch ein Seniorenprojekt. Es gibt bereits ein Altenheim..
Die jetzigen Bewohnen sind im Durchschnitt Ü60?! Die leben alle in ihren Häusern .. wer soll dann dort wohnen? Fremde – aus dem Umland oder weiter? Haben wir nicht schon genügend Trubel mit dem Freibad im Sommer – wo mehr „Gäste“ als Einwohner sind?!

Man könnte lieber ein bisschen mehr in die Kinder und Jugend investieren! Der Spielplatz in der Badestelle wäre ein toller Anfang.

Ich denke man sollte nicht die einzelnen Projekte verteufeln. Es gab viel Stimmung gegen die KiTa, gefühlt gerade auch von älteren Einwohnern.
Wir sollten beides als Bereicherung sehen.
In ihrer Betrachtung zwischen Eigenheim und Altersheim fehlt ein ganz entschiedener Bereich.
1. Das Altersheim ist nicht automatisch die nächste Station nach dem Eigenheim
2. Unabhängig vom Seniorengerechten Wohnen ziehen viele ältere Menschen aus dem Haus, weil es “zu groß” geworden ist oder die Pflege den Grundstückes zu aufwändig wird. Mangels Alternative ziehen viele aus Seehof weg. Die “wer soll da Wohnen” Frage stellt sich also eh.

Wenn Häuser auf den Markt kommen, ziehen meistens junge Familien nach, dies kann nur begrüßt werden!

Wir begrüßen dieses Vorhaben und sind selbst interessiert.
Wenn in dem ehemaligen Gemeindehaus eine Arztpraxis und eine Begegnungsstätte entstehen sollen, wäre seniorengerechtes Wohnen in unmittelbarer Nähe (jetztiger Bolzplatz) eine gute Ergänzung und jedem Altersheim vorzuzehen.

gekürzte Fassung:

Auch das „Wohnprojekt“ halte ich in der Seestraße für nicht geeignet. Jedoch finde ich persönlich das Vorhaben im Grunde wirklich gut. Es ist mehr als verständlich, das man auch im hohen Alter in diesem schönen Dorf bleiben möchte. Und der Standpunkt an der Kita könnte kaum besser sein. Alt und Jung an einem Platz, wenn denn doch so.

Arztpraxis / Wohnprojekt

1. Ein Umbau und Erweiterung würde nicht nur weit aus teuer als ein Neubau werden, sondern auch nur mit vielen Kompromissen umzusetzen sein.

2. Die hohe Lage des Gebäudes, wie auch der umgrenzende starke Gefälle müssen berücksichtigt werden, ein barrierefreies Begehen und Zugang mittels Rollstuhl kann nur unter hohen Kosten, wie auch raumgreifenden Maßnahmen realisiert werden.

3. Parkmöglichkeiten sind bislang nicht vorhanden, müssten geschaffen werden und vor der Benutzung durch Badegäste geschützt sein. Die vorhandenen P. Plätze reichen weder aus, noch sind diese für Kranke, Personen mit Rollatoren und in Rollstühlen nicht geeignet. Selbst Personen der älteren Generationen hätten Probleme mit dem jetzigen Anstieg, wie auch Gefälle zur bestehenden Parkfläche.

4. Eine Praxis wird Patienten aus umliegenden Gemeinden, evtl. auch Schwerin anziehen, welche wohl alle mit dem Pkw anfahren. Der steile Berg, sowie Zufahrt zur bestehenden oder auch neuen Parkfläche auf dem jetzigen Bolzplatz, wird nicht nur im Winter gerade für ältere Menschen zum Problem werden.

5. Die Einrichtung der Praxis in der Seestr. wird die bereits jetzt sehr angespannte Lage in der Seestraße in Bezug auf die Parkflächen, wie auch Verkehrsbelastung deutlich verschlimmern und erschweren. Es sollten auch die bestehenden Probleme mit einbezogen werden.

6. Weiterhin würde die Zufahrt direkt durch das Wohngebiet (Eschenweg und Seestr.), wie auch durch eine 30Zone führen (viele spielende Kinder), was für erhebliche Lärm und Umweltbelastungen führen wird. (Krankentransporte berücksichtigen)

7. Die Praxis kann nicht direkt mit einer Bushaltestelle erreicht werden. Dies könnte in Kombination mit und für die Kita jedoch angestrebt werden.

8. Die Fläche für das damalige jährliche Drachenbootfest genutzt, welche dann möglicherweise nur noch teilweise (P. Fläche) oder ganz (Wohnprojekt) wegfallen würde. Die Freifläche wäre dann für Events mit oder am Wasser für immer verloren. Denn an diesem Standpunkt kann auch das „nahe“ Sanitärgebäude des Strandbades genutzt werden.

9. Rettungswagen brauchen deutlich länger zum Standpunkt Seestr.

10. Weiterhin stellt sich für mich die Frage, ob denn schon mal ein Arzt nach seiner Meinung zum Standort und Vorhaben befragt wurde.

Für den Standpunkt an der Kita gibt es/spricht eine Vielzahl an Punkten:

1. Eine Praxis kann ebenerdig und bedarfsgerecht erstellt werden und die deutlich kostengünstiger ohne Kompromisse

2. Die Parkfläche der Kita kann genutzt oder kostengünstig erweitert werden.

3. Die Zufahrt ist kürzer, breiter und führt durch kein Wohngebiet.

4. Die Praxis kann von Rettungswagen deutlich schneller und leichter angefahren werden.

5. Versorgungsleitungen liegen bereits vor Ort an.

6. Sollte ein Notfall eines Kindes in der Kita sein, kann ein Arzt in Sekunden zur Stelle sein.

7. Eine (neue/versetzte) Bushaltestelle würde das Erreichen der Praxis sowie Kita ermöglichen und erleichtern.

Ich bin für dieses Wohnprojekt, am richtigen Platz und wenn Seehof dies finanziell auch verwirklichen kann.

Mit freundlichen Grüßen und für alle ein gesundes neues Jahr.

Jan Baumgarten

Ich bin komplett ihrer Meinung. Es ergibt sich auch die Frage, warum solch ein Objekt Zahnarzt und Wohnen den mehrere Jahren geplanten Sanierungen im Zusammenhang mit der FFW und der Regenentwässerung in der Seestr. vorgezogen wird. Dieses war bereits seit Jahren in die geplanten Finanzen mit aufgenommen und bereit gestellt worden. Wo ist das Geld und warum sollen die wichtigen Sanierungen plötzlich über einen Kredit finanziert werden?!?! Haben wir nicht wichtigere Probleme erst mal im Dorf zu erledigen, als von Null auf Plötzlich eine Arztpraxis und ein Wohnheim zu bauen!?!?
Es sollte ein Gutachten zum Verkehrsaufkommen in der Seestr. erstellt werden und dieses nicht im Winter sondern zu den Hauptsaisonzeiten und dieses sollte auch mit in die Bauplanung einbezogen werden.

Hallo Herr Liedtke,

die Kommentare werden ehrenamtlich von Bürgern der Gemeinde auf Werbung oder ähnliches geprüft.

Hier können wir leider nicht innerhalb von drei Minuten reagieren.

Gruß

Andreas Unger

Wir würden eine Wohnanlage für Senioren sehr begrüssen.
Das gelände neben dem Kindergarten finden wir für geeignet.
Frage: Würde auch an eine Einkaufsmöglichkeit gedacht?

Ich finde der Standort Seestraße für seniorengerechte Wohnungen sehr gut geeignet. Dafür spricht nach meiner Auffassung:
– es ist mitten im Dorf
– Nähe zur Arztpraxis
-Treffpunkt für Jung und Alt.

Jetzt noch eine Anmerkung zum Kommentar von Hr. Liedtke.
Es geht hier nicht um eine Zahnarztpraxis und auch nicht um ein Wohnheim.
Seniorengerechtes Wohnen definieren Sie als Wohnen in einem Wohnheim ? Nochmal, es geht um eigenständige, altersgerechte Wohnungen, keinesfalls um ein Wohnheim und auch nicht um eine Zahnarztpraxis sondern um eine Hausarztpraxis.
Diese Umfrage bezieht sich ausschließlich zur Findung eines möglichen Standortes für die altersgerechten Wohnungen.

Die Fläche hinter dem alten Gemeindehaus ist der Bolzplatz. Dieser Platz sollte für große Kinder und Erwachsene an dieser Stelle erhalten bleiben. Es gibt zwischen der Badeanstalt als zentralem Freizeitpunkt in der Gemeinde und diesem Platz Synergieeffekte. nach dem baden kann dort auch mal kräftig gespielt und getobt werden. das geht neben Wasser- und Sonnenbadenden nicht.
Außerdem kann der Platz auch bei Gemeindefreizeitveranstaltungen einzeln oder mit genutzt werden.
Leider wurde der Bolzplatz in den letzten Jahren zusehends sehr vernachlässigt.
Wenn dort seniorengerechte Wohnungen zwischen Campingplatz und der Kleingartensiedlung hinter dem Altenheim entstehen, wird eine Ruhigstellung im Areal erreicht .
Der Standort neben der Kita ist wesentlich geeigneter wegen der günstigeren verkehrstechnischen, bautechnologischen und bautechnischen Gegebenheiten.

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